Ihre Expertin für Abnehmspritzen

Ich bin seit vielen Jahren im Bereich Gewichtsreduktion tätig und begleite Menschen individuell bei der sicheren Anwendung von Abnehmspritzen. Mein Ziel ist es, durch persönliche Beratung nachhaltige Erfolge zu ermöglichen.

Und was ist jetzt eigentlich Retatrutid:
Retatrutid ist ein neuer Wirkstoff, der aktuell als mögliche nächste Generation der bekannten Abnehmspritzen gilt. Das Medikament wird zur Behandlung von starkem Übergewicht und Adipositas erforscht und sorgt derzeit weltweit für großes Interesse. Ähnlich wie bekannte Medikamente wie Wegovy, Ozempic oder Mounjaro wird Retatrutid einmal pro Woche mit einer Spritze unter die Haut angewendet.

Der große Unterschied zu Wegovy oder Mounjaro liegt in der Wirkungsweise. Wegovy und Ozempic arbeiten hauptsächlich mit dem Wirkstoff Semaglutid und beeinflussen einen sogenannten GLP-1-Rezeptor im Körper. Dadurch wird das Hungergefühl reduziert und man fühlt sich schneller satt. Mounjaro geht bereits einen Schritt weiter und wirkt auf zwei Rezeptoren gleichzeitig: GLP-1 und GIP. Dadurch kann das Medikament bei vielen Menschen noch stärker wirken.

Retatrutid setzt genau hier an und kombiniert sogar drei verschiedene Wirkungen gleichzeitig. Der Wirkstoff beeinflusst GLP-1, GIP und zusätzlich den Glukagon-Rezeptor. Experten sprechen deshalb oft von einer „Triple-Wirkung“. Dadurch soll nicht nur der Appetit sinken, sondern auch der Energieverbrauch des Körpers erhöht werden. Viele Forscher hoffen deshalb, dass Retatrutid noch bessere Ergebnisse bei der Gewichtsreduktion erzielen kann als bisherige Abnehmspritzen.

In ersten Studien verloren Teilnehmer teilweise sehr viel Gewicht, weshalb Retatrutid oft als besonders vielversprechend angesehen wird. Trotzdem ist das Medikament in Deutschland aktuell noch nicht zugelassen. Der Grund dafür ist, dass die klinischen Studien noch laufen und die Behörden weitere Daten zur Sicherheit und zu möglichen Nebenwirkungen benötigen. Bevor ein neues Medikament in Deutschland verkauft werden darf, muss die europäische Arzneimittelbehörde EMA genau prüfen, ob Nutzen und Risiken ausreichend untersucht wurden.

Außerdem fehlen bisher noch Langzeitdaten. Die Behörden möchten sicherstellen, dass das Medikament auch bei längerer Anwendung sicher ist. Deshalb wird Retatrutid derzeit noch getestet und kann aktuell nicht regulär in deutschen Apotheken gekauft werden.